® T. und A. Susdorf, 2012-2020
Weltreise unlimited
Ein Sommer in Skandinavien      3 Monate mit Wohnmobil und Trekkingrucksack im Norden Europas
Unsere Begeisterung für Skandinavien steigerte sich 2018 in Norwegen nochmals sehr. Wir wurden immer neugieriger auf den hohen Norden, Lappland, die Lofoten, die Barentsee. Für eine solche Reise wollten wir uns  jedoch Zeit nehmen. Viel Zeit. Mindestens drei Monate,  dachten wir uns. Und so entstand die Idee zu dieser Reise.  Fragen kostet nichts. So trauten uns schließlich,  unsere Arbeitgeber nach unbezahltem Urlaub zu fragen.  Was zunächst utopisch erschien, war auf einmal ganz einfach.  Beide Arbeitgeber stimmten zu, der Camper stand bereits vor der Tür,  für die Routenplanung hatten wir noch ein paar Monate Zeit  und der Alltag konnte für drei Monate stillstehen.  Im Juni 2019 ging es dann los. Unser vorrangiges Ziel war Lappland,  das wir mit einer Fähre Richtung Helsinki am Schnellsten erreichen konnten. Und so kam es, dass wir unsere Reise in Finnland begannen. Finnland war Neuland für uns. Und Finnland hat uns so  begeistert, dass wir einige der geplanten Ziele in Schweden und  Norwegen kurzerhand von unserer Wunschliste strichen um mehr  Zeit in der finnischen Wildnis zu verbringen.  Insgesamt drei Monate bereisten wir Finnland, Norwegen und Schweden mit unserem Wohnmobil. Wir machten unzählige  Wanderungen, Trekkingtouren und genossen die  weite und Stille Lapplands in einer Zeit, in der die Sonne niemals untergeht.
Norwegen. Norwegen präsentierte sich so, wie wir es im Jahr zuvor kennengelernt haben: überwältigend, spektakulär und unübertroffen bildgewaltig! Der nördlichste Punkt Europas, die Barentsee, die Finnmark, die Fjord- landschaften Nordschwedens und die Inselwelten Senja, Vesteralen und Lofoten gehörten zu unseren Zielen hier. Auf den klassischen Nordkaprouten und den Lofoten war jetzt im Hochsommer natürlich viel los. Aber es gibt sie noch, die einsamen Flecken, ganz in der Nähe. Insgesamt zwei Wochen ließen wir uns Zeit für diese einzigartige Landschaft.
Finnland. Das bis dahin für uns unbekannte Land zog uns sofort in seinen Bann. Wir waren begeistert von der unkomplizierten Art der Menschen, des Reisens und dem Gefühl der unbegrenzten Freiheit, das dieses Land uns Reisenden vermittelt. In Finnland gibt es keinen Massentourismus, ganz im Gegenteil. Wenn man möchte, sieht man tagelang keinen einzigen Menschen in den Weiten der Tundra Lapplands. Doch auch der bevölkerungsreiche Süden ist nie überfüllt und wir genossen die gemütlichen Innenstädte, kleinen Museen und leeren Strände im Süden genauso wie die riesigen menschenleeren Nationalparks Lapplands. Trotz der Milliarden Mücken waren wir insgesamt fast zehn Wochen in Finnland unterwegs.
Schweden. In Schweden bereisten wir auf dieser Reise nur die Region schwedisch Lappland. Die Gegend um Abisko, Kiruna und der sogenannten letzten europäischen Wildnis um den Sarek Nationalpark. Wie in vielen anderen dünn besiedelten Ländern sind die Städte hier eher zweckmäßig. Die Natur hingegen beeindruckt sehr und macht uns wieder einmal deutlich, wie klein wir doch sind. Hier in schwedisch Lappland gibt sie vor, was möglich ist und was nicht. So scheiterte unser Vorhaben einer Trekkingtour im Sarek Nationalpark am heftigen Wind in den Bergen, da die Fähre mehrere Tage nicht fuhr) . Leider waren die Nordschweden im Vergleich zum Rest Skandinaviens nicht sehr gastfreundlich, so dass wir uns nur 1,5 Wochen in Schweden aufhielten.
Mitternachtssonne (1 Uhr), Vesteralen Barentsee, am nördlichsten Punkt Europas